Zwei Lawinenabgänge haben am Dienstag im Land Salzburg die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Zunächst ging am Vormittag in Strobl am Wolfgangsee im Flachgau im Bereich des Rinnkogels eine Lawine ab. Zwei Personen wurden dabei zum Teil verschüttet, eine davon erlitt schwere Verletzungen. Zu Mittag wurde dann eine Person von einer Lawine in Obertauern (Pongau) verschüttet und schwer verletzt.
Laut Polizeisprecher Anton Schentz wurden bei der Lawine am Rinnkogel in Strobl zwei Personen zum Teil verschüttet. "Eine Person wurde schwer verletzt, aber nicht lebensgefährlich", sagte der Polizist. Die zweite Person ist offenbar unverletzt geblieben. Bei den Verschütteten dürfte sich um Skitourengeher handeln, so der Polizist. Mehrere Bergretter standen im Einsatz. Der Rettungshubschrauber Christophorus 6 brachte den Verletzten ins Unfallkrankenhaus Salzburg. Nach Angaben der Bergrettung ist der Lawinenabgang von Zeugen beobachtet worden. Diese hätten die Einsatzkräfte alarmiert.
Ein Ehepaar aus Deutschland löste beim Aufstieg mit den Skiern zur "Glöcknerin" in Obertauern ein 200 Meter breites Schneebrett ausg. Der Mann erlitt offenbar nur leichte Verletzungen, er konnte selbstständig abfahren und die Polizei verständigen. Seine Frau wurde von den Schneemassen erfasst, einige Meter mitgerissen und dann gegen einen Baum gedrückt. Sie dürfte laut Bergrettung Frakturen an Armen und Beinen erlitten haben.
(APA)

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