Quelle: ZAMG

Zwei Gewaltverbrechen an Frauen in Niederösterreich geklärt

29.03.2018 - 17:15
Polizeibeamte am Tatort im Bezirk Hollabrunn© APAPolizeibeamte am Tatort im Bezirk Hollabrunn

In Niederösterreich sind zwei Gewaltverbrechen an Frauen geklärt worden. Die Tat an einer 33-Jährigen in Schwechat (Bezirk Bruck a.d. Leitha) war am Dienstagabend entdeckt, eine weitere an einer 49-Jährigen am Donnerstagvormittag in der Gemeinde Schrattenthal (Bezirk Hollabrunn) verübt worden. In beiden Fällen sind die mutmaßlichen Täter festgenommen bzw. in Haft.

Der Tatverdächtige in Schwechat ist der 31-jährige Ex-Lebensgefährte des Opfers, teilte Michael Renghofer vom Landeskriminalamt Niederösterreich am Donnerstagnachmittag mit. Der Beschuldigte habe angegeben, dass er am Montagvormittag die gemeinsamen Kinder für einen Urlaub im Waldviertel abgeholt hatte. Während das Mädchen (3) und der Bub (5) mit der neuen Partnerin bereits im Auto warteten, sei es im Zuge eines Gesprächs zu einem Streit über die Obsorge gekommen.

Die 33-Jährige habe dabei mit einem Messer auf ihn einstechen wollen, gab der Mann zu Protokoll. Bei einer Abwehrbewegung habe er sich am linken Zeigefinger verletzt. Er habe der Frau dann das Messer entrissen und mehrmals auf sie eingestochen. Ein Mal in die Brust, vier Mal in den Rücken, sagte Renghofer.

Die Verletzung habe der Beschuldigte vor seiner neuen Lebensgefährtin auf der Fahrt in den Urlaub verheimlichen können. Er habe den Finger später im Landesklinikum Amstetten behandeln lassen. Das Handy des Opfers und das Messer warf er bei einem Stopp während der Fahrt in die Donau, angeblich im Bezirk Melk, so die Ermittler.

Bei der Einvernahme habe der Mann nach mehrmaliger Befragung ein Geständnis abgelegt. Er wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Es sei U-Haft beantragt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Friedrich Köhl.

Eine weitere Bluttat an einer Frau hat sich Donnerstagfrüh in Waitzendorf in der Gemeinde Schrattenthal zugetragen. Ein 55-Jähriger steht laut Renghofer im Verdacht, seine sechs Jahre jüngere Ehefrau im gemeinsamen Haus erstochen zu haben. Der Beschuldigte habe selbst die Rettung verständigt, sich gestellt und sei geständig.

Die Ermittlungen in diesem Fall dauerten am Donnerstag an. Laut Renghofer hatte die Frau offenbar die Scheidung geplant. Das dürfte die Bluttat ausgelöst haben. Das Messer wurde sichergestellt. Erwachsene Kinder des Paares wohnten nicht mehr in dem Haus im Weinviertel.

Köhl merkte bei der Bekanntgabe an, dass wie in dem Fall in Schwechat von Mordverdacht auszugehen sei. Es sei daher damit zu rechnen, dass der Beschuldigte ebenfalls in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert werde.

(APA)

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