Quelle: ZAMG

Drei Verletzte bei zwei Bränden im Bezirk Amstetten

17.02.2018 - 14:55
Ein Hitzestau dürfte das Feuer ausgelöst haben© APA (FF WAIDHOFEN/YBBS-STADT)Ein Hitzestau dürfte das Feuer ausgelöst haben

Zu gleich zwei nächtlichen Bränden ist es am Samstag in Seitenstetten (Bezirk Amstetten) gekommen. Im Ortsteil Treffling stand gegen 0.30 Uhr ein Holzhaus in Flammen, sieben Feuerwehren mit 130 Mitgliedern rückten zu den Löscharbeiten aus. Rund zwei Stunden später geriet eine Werkstätte im Ortsteil Weidersdorf in Brand. Drei 18-Jährige löschten das Feuer, sie wurden verletzt.

Die Ursachenermittlung in Treffling war am Vormittag abgeschlossen. Ein Hitzestau zwischen einem Kachelofen und einer Wand dürfte das Feuer in dem Wochenendhaus ausgelöst haben, teilte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner mit. In den nächsten Tagen seien noch Einvernahmen geplant. Es hielten sich keine Personen in dem Haus auf, verletzt wurde niemand.

Die Klärung der Ursache für das Feuer in der Werkstatt dürfte bis zum Beginn der nächsten Woche dauern. Ein Brandermittler war am Samstagvormittag an Ort und Stelle. Zudem sollen die drei jungen Männer einvernommen werden, hieß es von der Polizei. Brandstiftung wurde mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen.

Die Flammen hatten sich in Treffling über die Holzfassade ausgebreitet und schlugen beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits aus dem Haus. Ein Übergreifen des Feuers auf ein angrenzendes landwirtschaftliches Objekt konnte verhindert werden.

Besonders schwierig war es laut dem Bezirksfeuerwehrkommando, an alle Brandherde zu gelangen. Dach und Fassade mussten geöffnet werden, dabei wurde auch eine Drehleiter aufgeboten. Zahlreiche Atemschutztrupps standen im Einsatz. Die Flammen waren in der Früh unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Mittagsstunden.

Gegen 2.20 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem weiteren Brand in einem als Werkstätte genutzten Nebengebäude in Weidersdorf alarmiert. Drei junge Männer wurden verletzt, einer davon erlitt nach Angaben des Roten Kreuzes schwere Blessuren. Das Trio wurde in das Landesklinikum Amstetten transportiert.

Die Feuerwehr führte Nachlöscharbeiten und eine Kontrolle mit einer Wärmebildkamera durch. Im Einsatz standen 30 Mitglieder von zwei Freiwilligen Feuerwehren, die anschließend wieder zum Großbrand fuhren.

(APA)

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