Quelle: ZAMG

Sportschützen nach Explosion auf Schießplatz in Lebensgefahr

01.02.2018 - 17:50
Weitere Detonationen nicht auszuschließen© APA (fotokerschi.at)Weitere Detonationen nicht auszuschließen

Ein Brand und mehrere Explosionen von Munition hat am Donnerstagvormittag in einer Anlage des OÖ. Landesjagdverbandes in Desselbrunn (Bezirk Vöcklabruck) zwei lebensgefährlich Verletzte gefordert. Die gesamte Anlage wurde von der Bezirkhauptmannschaft bis voraussichtlich Montag gesperrt. Erst dann können die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen werden.

Eine Mannschaft des Sondereinsatzkommandos Cobra, die auf dem Areal trainierte, hörte am späteren Vormittag in einem Schießkanal laute Verpuffungen. Beim Nachschauen entdeckten die Polizisten, darunter auch ein Notfallsanitäter, zwei Sportschützen in der brennenden Bahn. Die Beamten zogen sie unter Einsatz ihres Lebens heraus, schilderte ein Polizeisprecher die Rettungsaktion.

Die beiden Männer erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Wie die Polizei am Donnerstagnachmittag mitteilte, handelt es sich bei den Verletzten um einen 50- und einen 62-jährigen Mann aus Eberstalzell. Die Oberösterreicher wurden mit Notarzthubschraubern in Spitäler nach Wien und Salzburg geflogen.

Sie befanden sich am Vormittag in einem Schießkanal, um eine Langwaffe zu justieren, als aus bisher unbekannter Ursache im Bereich der Abschussstelle ein Brand ausbrach, der dann auch auf das angrenzende Munitionslager übergriff und dort eine Kettenreaktion von Explosionen auslöste. Die Sportschützen wurden dabei von einer Stichflamme erfasst.

Infolge einer Kettenreaktion kam es anschließend immer wieder zu Verpuffungen von gelagerter Munition. Nach gut einer Stunde hatte die Feuerwehr den Brand mit Schaum gelöscht. Die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck sperrte dann am Nachmittag die Anlage voraussichtlich bis Montag.

"Es dürfte einiges in die Luft geflogen sein", erklärte Bezirkshauptmann Martin Gschwandtner. Daher sei es in dem Schießkanal zu einer enormen Hitzeentwicklung gekommen. Erst wenn die Gefahr absolut gebannt sei, werde die Anlage für die Spurensicherung freigegeben. Dann werden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft am Unglücksort aufgenommen, so der Bezirkshauptmann weiter.

Der von der Explosion betroffene Schießpark "Salzkammergut-Viecht" dient zur Ausbildung von Jägern und Sportschützen. Auch Trainingsmöglichkeiten werden geboten sowie Wettbewerbe abgewickelt.

(APA)

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