Quelle: ZAMG

Bluttat in Steiermark: 87-Jährige lebensgefährlich verletzt

19.12.2017 - 13:05
Das Motiv war vorerst nicht bekannt© APA (Archiv)Das Motiv war vorerst nicht bekannt

Ein 89-jähriger Obersteirer soll seine Lebensgefährtin am Dienstag in der Früh mit einem Fleischermesser lebensgefährlich verletzt haben. Der Mann hatte sich danach offenbar selbst mit dem Messer tiefe Schnitte zugefügt. Während die 87-jährige Frau mit dem Notarzthubschrauber ins LKH Graz geflogen wurde, kam der mutmaßliche Täter in das Spital nach Judenburg. Ein Motiv war vorerst nicht bekannt.

Das blutüberströmte Paar war kurz nach 7.00 Uhr vom Sohn, der im Obergeschoß des Einfamilienhauses wohnt, gefunden worden. Zuerst entdeckte er die Mutter am Boden neben dem Bett liegend. Sie hatte schwere Schnittverletzungen im Gesicht. Im Bett lag der Vater, der benommen wirkte und kaum ansprechbar war. Erst später entdeckte man, dass auch er schwere Schnittverletzungen am Bauch hatte.

Beide wurden in lebensbedrohlichem Zustand in Krankenhäuser gebracht, schilderte Polizei-Sprecher Markus Lamb. Die Tatwaffe, es handelt sich um ein Fleischermesser, wurde neben dem Bett gefunden. Ersten Angaben zufolge soll der 89-jährige Vater gestanden haben, dass er es war, der ihnen beiden das angetan hat.

Noch am Abend hatte das verheiratete Paar mit dem Sohn zusammen gegessen. Da soll laut dem 57-Jährigen noch alles in Ordnung gewesen sein. Der Mann lebt über seinen Eltern im selben Haus und betreut die beiden. Die Mutter dürfte eine Gehbehinderung haben und besitzt einen Rollator mit Notruf-Knopf. Diesen hatte der Sohn gedrückt, nachdem er die verletzte 87-Jährige gefunden hatte. Weder die Frau noch der Mann konnten bisher vernommen werden.

(APA)

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