Quelle: ZAMG

Ursachenforschung und Schadensbegutachtung nach Gasexplosion

13.12.2017 - 15:40
Die Untersuchungen laufen weiter© APA (AFP)Die Untersuchungen laufen weiter

Ursachenforschung und Schadensbegutachtung ist laut Gas Connect Austria GmbH (GCA) am Mittwoch in der am Vortag von einer Explosion betroffenen Erdgasstation Baumgarten im Bezirk Gänserndorf betrieben worden. Ergebnisse gebe es noch nicht, sagte Landeskriminalamts-Leiter Omar Haijawi-Pirchner am Nachmittag auf APA-Anfrage.

Die Landespolizeidirektion bestätigte, dass bei dem Unfall ein 32-Jähriger ums Leben gekommen ist. Der Mann stammte aus dem Bezirk Korneuburg, teilte Sprecher Raimund Schwaigerlehner auf Anfrage mit. Laut GCA handelte es sich um einen Mitarbeiter des TÜV (Technischer Überwachungsverein) Austria. Der Mann hatte sich Unternehmenssprecher Armin Teichert zufolge mit einem neuen Anlagenteil im Bereich der Filterseparation beschäftigt. Während der Abnahme sei der Unfall passiert. Es habe eine "enorme Hitzeentwicklung" von möglicherweise 1.000 Grad gegeben. Selbst Autos auf dem Parkplatz seien dadurch geschmolzen, so Teichert.

Das von "Christophorus 9" ins AKH Wien geflogene Opfer ist nach Polizeiangaben ein 29 Jahre alter österreichischer Staatsbürger. Es handle sich um einen GCA-Mitarbeiter, der laut Teichert bereits wieder aus der Intensivstation entlassen wurde.

Am Ort der Explosion waren am Mittwoch forensische Sachverständige ebenso an der Arbeit wie Vertreter von Versicherungen und "Experten aus den eigenen Reihen". Nicht ausschließen wollte der GCA-Sprecher, dass es zur Klärung der Ursache der Explosion auch eines metallurgischen Gutachtens bedürfen könnte. Die Höhe des entstandenen Sachschadens war ebenfalls noch Gegenstand von Erhebungen.

Der mutmaßlich durch ein technisches Gebrechen verursachte Unfall am Dienstag kurz vor 9.00 Uhr hatte ein Todesopfer, einen Schwerverletzten und 20 Leichtverletzte gefordert. Unter Letzteren sind nach Polizeiangaben je zwei serbische und rumänische sowie je ein ungarischer, slowakischer, polnischer und US-amerikanischer Staatsbürger. Sie sind laut Sprecher Heinz Holub überwiegend in Österreich wohnhaft.

Mittwochfrüh teilte die GCA mit, seit den Nachtstunden "wieder auf dem Versorgungs-Zustand wie vor dem Unfall" zu sein. Das heiße, "alle Transitsysteme sind in alle Richtungen wieder funktionsfähig und in Betrieb. Auch die Inlandsversorgung ist gesichert". Der von der Explosion betroffene Abschnitt in der Erdgasstation - GCA-Geschäftsführer Stefan Wagenhofer hatte am Dienstagnachmittag von etwa 100 mal 100 Metern Fläche gesprochen, wo es zuletzt eine Bautätigkeit gegeben habe - sei von anderen Leitungen isoliert worden. Deshalb sei es auch möglich gewesen, den Gas-Transit wieder aufzunehmen.

Ein Anliegen war es Teichert, im Namen des Unternehmens den Dank an die Einsatzorganisationen und deren freiwillige Helfer ebenso wie an die Behörden auszusprechen. Die Zusammenarbeit nach dem Unglück habe hervorragend funktioniert.

(APA)

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