Quelle: ZAMG

Wintereinzug sorgte für Staus und Unfälle

30.11.2017 - 13:18
Schneeräumung in weiten Teilen Österreichs erforderlich© APASchneeräumung in weiten Teilen Österreichs erforderlich

In Österreich ist am Donnerstag der Winter eingezogen. Die Schneefälle erstreckten sich dabei auch über die niedrigen Lagen im Osten des Landes. Es kam zu Staus und Unfällen, auf vielen Passstraßen galt Kettenpflicht.

Die geschlossene Schneedecke bedeckte fast ganz Österreich. Dies kommt im November laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik statistisch gesehen nur etwa alle fünf Jahre vor. Zehn Zentimeter Schnee lagen am Donnerstag in der Früh beispielsweise in Klagenfurt, fünf Zentimeter auf der Hohen Warte in Wien, vier Zentimeter in Salzburg, drei in Innsbruck und Eisenstadt und in Graz waren es zwei Zentimeter Neuschnee.

Im Osten ist es vor allem rund um Wien zu Stauungen gekommen. Nach Angaben des ÖAMTC ereignete sich auf der A4 (Ostautobahn) gegen 6.15 Uhr zwischen Bruck a.d. Leitha und Fischamend ein Unfall mit mehreren Fahrzeugen, worauf ein Fahrstreifen gesperrt war. Der Stau erreichte zehn Kilometer Länge.

Zu Verzögerungen kam es laut dem Autofahrerklub auf der salznassen A2 (Südautobahn) ab Traiskirchen, auf der A3 (Südostautobahn) ab Münchendorf und auf der A21 (Wiener Außenringautobahn) zwischen Hinterbrühl und Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) in beiden Richtungen. Zähflüssig ging es zudem auf der S1 (Wiener Außenringschnellstraße) von Schwechat Richtung Vösendorf. Behinderungen gab es auch im Waldviertel, u.a. blieb auf der B37 bei Rastenfeld ein Lkw hängen.

Bei den Öffis gab es in Wien kaum Probleme: Die MA 48 nahm um 3.00 Uhr den ersten Winterdiensteinsatz der Saison auf. "Sämtliche Hauptverkehrsrouten wurden sofort geräumt, der Frühverkehr verläuft ohne Zwischenfälle", meldete die MA 48. In Summe betreuten 350 Fahrzeuge Wiens Straßen.

In Niederösterreich galt Kettenpflicht für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen auf der B20 über den Josefsberg und den Annaberg, der B21 über das Gscheid und den Rohrersattel und der B23 über den Lahnsattel. Die Temperaturen lagen in der Früh zwischen minus drei Grad in Spitz und plus zwei in Waidhofen an der Ybbs. Im Raum Mank (Bezirk Melk) und Retz im Weinviertel herrschte Bodennebel, die Sichtweiten betrugen 50 bis 100 Meter.

Im Burgenland zog der Schneefall in den Morgenstunden und am frühen Vormittag mehrere Feuerwehreinsätze nach sich. Bis etwa 10.30 Uhr waren 26 Feuerwehren alarmiert worden, schilderte ein Sprecher der Landessicherheitszentrale Burgenland der APA. Rund 40 Fahrzeuge, darunter relativ viele Lkw, wurden von den Einsatzkräften geborgen. Auf Nebenstraßen kamen mehrere Pkw von der Fahrbahn ab und landeten im Straßengraben. Am stärksten betroffen waren zunächst der Bezirk Oberpullendorf sowie die Verbindung von Eisenstadt nach Stotzing.

In Kärnten kam es auch zu einigen Behinderungen auf den Straßen. Laut Informationen des ÖAMTC blieben auf der Südautobahn (A2) immer wieder Fahrzeuge hängen. Kettenpflicht herrschte sowohl auf den meisten Passstraßen, als auch auf der Drautal Straße (B100) im Bezirk Spittal.

Der neuerliche Wintereinbruch im Bundesland Salzburg, der in der Nacht auch in der Landeshauptstadt angekommen ist, hat am Donnerstagvormittag zu keinen großen Verkehrsbehinderungen geführt, wie einer Sprecherin der Polizei auf Anfrage sagte. Bereits am Mittwochabend haben sich aber im Lungau auf der schneeglatten Fahrbahn zwei Unfälle ereignet, in die insgesamt sieben Fahrzeuge verwickelt waren.

Der Schneefall sorgte auch in der Steiermark in der Nacht auf Donnerstag landesweit für schwierige Verkehrsverhältnisse und kleinere Unfälle. Auf den Straßen blieben einige Fahrzeuge im Neuschnee und im Matsch hängen, für etliche Bergstraßen musste Kettenpflicht verhängt werden - vor allem für Schwerfahrzeuge.

(APA)

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