Quelle: ZAMG

Sechs Verkehrstote am Osterwochenende

18.04.2017 - 15:44
Besser als 2016, aber höherer Blutzoll als 2013, 14 und 15© APABesser als 2016, aber höherer Blutzoll als 2013, 14 und 15

Die vorläufige Osterunfallbilanz ist heuer deutlich unblutiger als jene des Vorjahres ausgefallen: Von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag starben sechs Menschen auf Österreichs Straßen. Das sind laut Innenministerium drei weniger als noch 2016. Insgesamt ereigneten sich 208 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das waren um sieben weniger als im Vorjahr. Dabei wurden 261 Personen verletzt.

Vier Menschenleben sind in Oberösterreich, zwei weitere in der Steiermark zu betrauern. Diese waren zwei Pkw-Lenker, zwei Mitfahrer in Autos sowie zwei Fußgänger. Bei diesen fünf tödlichen Unfällen war zweimal nicht angepasstes Tempo, je einmal Unachtsamkeit und Übermüdung sowie der Anhalteversuch eines "Autostoppers" die vermutlichen Hauptursachen. Alkohol spielte einmal eine Rolle, ein Lenker beging Fahrerflucht.

Drei der fünf tödlichen Unfälle waren Alleinunfälle. Vier Verkehrstote waren Jugendliche zwischen 17 und 22 Jahren sowie ein 62-Jähriger. Weiters starb ein zweijähriges Kind beim Spielen am Fahrbahnrand. Es wurde vom Lenker eines Klein-Lkw beim Ausparken übersehen und überrollt.

Nach Tagen aufgeteilt, ereigneten sich drei Unfälle am Karsamstag, zwei am Ostersonntag sowie einer am Karfreitag. Mit sechs Toten blieb man deutlich unter den neun des Vorjahres. Ebenfalls sechs Menschen kamen zu Ostern 2006, 2009 und 2012 ums Leben. Die bisher niedrigste Zahl seit Einführung der Statistik war 2013 mit einem Opfer. Das schlimmste Jahr war 1976, als 39 Verkehrsteilnehmer starben.

Im Zuge der verstärkten Verkehrsüberwachung beanstandete die Polizei zu Ostern 59.618 Kraftfahrzeuglenker wegen überhöhter Geschwindigkeit (2016: 61.223), was einen leichten Rückgang um 2,6 Prozent bedeutet. Gegen 298 Fahrzeuglenker wurde wegen Alkohol am Steuer Anzeige erstattet (2016: 315), ebenfalls ein Rückgang von 5,4 Prozent. 182 Lenkern (plus 17,4 Prozent) wurde am Osterwochenende der Führerschein bzw. der Mopedausweis vorläufig abgenommen (2016: 155).

Die Wiener Polizei brachte von Karfreitag bis Ostermontag 22 Verkehrsunfälle mit Personenschaden zur Anzeige. 23 Menschen wurden dabei verletzt. Bei Schwerpunktaktionen zur Verkehrsüberwachung wurden 39 Kfz-Lenker wegen Überschreitung der 0,5- bzw. der 0,8-Promillegrenze angezeigt, 29 büßten dabei ihre Führerscheine vorläufig ein. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden 7.544 Lenker angezeigt, weitere 829 erhielten ein Organmandat ausgestellt.

Bis 17. April gab es heuer im österreichischen Straßennetz 85 Verkehrstote (vorläufige Zahl). Im Vergleichszeitraum 2016 waren es 97 und 2015 104.

(APA)

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