Quelle: ZAMG

Verhaftung nach Leichenfund in Kofferraum in Tirol

20.02.2017 - 14:59
Der Fundort der Leiche in Baumkirchen© APA (zeitungsfoto.at)Der Fundort der Leiche in Baumkirchen

Im Fall der am Freitag im Kofferraum eines Autos in Baumkirchen bei Innsbruck gefundenen Leiche eines Tirolers ist am Sonntag ein 41-jähriger Italiener in Frankreich festgenommen worden. Der Verdächtige habe versucht, nach Tunesien auszureisen und sei dabei in Marseille den französischen Behörden ins Netz gegangen, teilten die Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) am Montag mit.

Nach dem 41-Jährigen war mittels Europäischem Haftbefehl gefahndet worden. Die Handschellen klickten bereits am Sonntag gegen 9.30 Uhr, hieß es. Das von ihm benützte Fahrzeug, einer der beiden verschwundenen Pkw des Opfers, wurde sichergestellt.

Der zweite verschwundene Wagen des Opfers wurde am Montag in der Lombardei in Italien gefunden. Der Pkw soll nun auf Spuren untersucht werden, sagte der Leiter des Landeskriminalamts Walter Pupp der APA und bestätigte damit einen Bericht der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

"Die Kollegen aus Italien sind dabei, das Auto sicherzustellen", meinte Pupp. Ob das Fahrzeug zur kriminaltechnischen Untersuchung nach Österreich überstellt werden soll, stehe noch nicht fest. "Wir hoffen schon, dass wir es machen können, aber das Überstellen von Autos ist eher unüblich", fügte der Kriminalist hinzu.

Der Italiener wird verdächtigt, den 47-jährigen Tiroler bei einem Autokauf am Dienstag vergangene Woche getötet zu haben. Danach soll der 41-Jährige die Leiche im Kofferraum seines Autos versteckt haben. Der Italiener selbst flüchtete, sein Auto ließ er aber in Baumkirchen zurück. Die Leiche des Tirolers wurde am Freitag von der Polizei gefunden.

Der Italiener sei zum Zeitpunkt seiner Festnahme allein unterwegs gewesen. Die Polizei schließt weitere Beteiligte an der Tat jedoch nicht aus. "Es scheint so, als habe es einen Mittäter gegeben", sagte Pupp. Der Europäische Haftbefehl beinhalte bereits einen Antrag auf Auslieferung, erklärte Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr. Wie lange es dauern werde, bis es zu einer Auslieferung kommt, könne man aber nicht abschätzen. Das hänge auch davon ab, ob der Verdächtige dieser zustimme.

(APA)

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