Quelle: ZAMG

Nach Bluttat in Nußdorf soll Mutter in Justizanstalt

19.02.2017 - 16:24
Die Tatvedächtige ist noch nicht einvernommen© APADie Tatvedächtige ist noch nicht einvernommen

Der Gesundheitszustand der Mutter, die am Samstag in Nußdorf am Attersee ihren Sohn getötet haben soll und sich selber das Leben nehmen wollte, hat sich deutlich verbessert. Sie werde womöglich noch am Sonntag vom Landeskrankenhaus Salzburg in die Justizanstalt Wels überstellt, teilte LKA-Sprecher Gisbert Windischhofer mit. Gegen die 38-Jährige wird wegen Mordes ermittelt.

Eine erste Einvernahme werde es am Sonntag "aber sicherlich nicht mehr geben", meinte Windischhofer weiter. Nach der "Verzweiflungstat" erhoffe er sich von der Frau Aufschluss über das Motiv. Eines stehe jedoch fest: "Eine Trennung hat per se mit der Tat nichts zu tun." Medien berichteten am Sonntag, dass die alleinerziehende Mutter eines Kindes wegen Beziehungsproblemen psychisch angegriffen sei. "Das kann ich so nicht bestätigen", sagte der LKA-Sprecher.

Grundsätzlich haben die Kriminalisten den Fall rekonstruiert. Laut Obduktion dürfte die Mutter am frühen Samstagmorgen dem Buben im Kinderzimmer eine "Schnittverletzung am Unterarm" zugefügt haben, worauf er verblutete. In einer "gewissen zeitlichen Nähe" habe sie sich offenbar im Bad die Pulsadern aufgeschnitten. Die Oma des Buben und Mutter der Tatverdächtigen, die gegenüber wohnt, fand zu Mittag in dem Einfamilienhaus ihren bereits toten Enkel und die Tochter, die noch lebte.

(APA)

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