Quelle: ZAMG

Leiche von vermisstem Tiroler in Kofferraum gefunden

18.02.2017 - 13:13
Der Fundort in Baumkirchen© APADer Fundort in Baumkirchen

Die Leiche eines Tirolers, der seit einigen Tagen vermisst worden war, ist am Freitag in Baumkirchen (Bezirk Innsbruck-Land) im Kofferraum eines Autos gefunden worden. Der Mann hatte sich wenige Tage zuvor mit einem Italiener wegen eines Autokaufs getroffen, berichtete die Polizei. Nach dem Italiener werde europaweit gefahndet.

Der 47-jährige Tiroler hatte über eine Internetplattform einen Pkw der Marke Mitsubishi zum Verkauf angeboten. Auf das Inserat habe sich ein 41-jähriger Italiener gemeldet und es kam am Dienstag schließlich zu einem Treffen der beiden Männer. Der Italiener hatte sich in einem Gasthof in Baumkirchen eingemietet. Das Auto, in dem die Leiche gefunden wurde, ist jener Wagen, mit dem der 41-Jährige angereist war.

Am Mittwochmorgen erhielt die Frau des Opfers eine mysteriöse SMS von ihrem Mann. Darin habe der Tiroler vermeintlich angekündigt, dass er sich mit einer anderen Frau Richtung Spanien absetzen werde. Da seine Partnerin, die zu diesem Zeitpunkt nicht in Tirol war, die Echtheit der Nachricht anzweifelte, erstattete sie am Mittwoch gegen 7.00 Uhr eine Vermisstenanzeige.

Am Freitag erschienen schließlich ein Mann und eine Frau in dem Gasthof in Baumkirchen und wollten den Zimmerschlüssel des vermeintlichen Autokäufers zurückgeben. Gleichzeitig traf eine italienische Abschleppfirma ein, die den Wagen des Käufers wegen eines angeblichen Defekts verladen und zurück nach Italien bringe wollte. Die Ermittler, die zu diesem Zeitpunkt bereits eine Verbindung zwischen dem Verschwinden des Tirolers und dem 41-Jährigen vermuteten, verhinderten dies jedoch.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Kofferraums wurde "gut versteckt" die Leiche des 47-Jährigen gefunden, hieß es. Jener Mann, der die Schlüssel für das Zimmer zurückgebracht hatte, wurde festgenommen.

Der namentlich bekannte Käufer konnte zunächst von der Polizei erreicht werden und bestätigte, dass er am Mittwoch zwei Fahrzeuge des Tirolers gekauft und mitgenommen habe. Eine weitere Befragung des Italieners sei nicht möglich gewesen, da er nicht mehr erreichbar war. Laut Exekutive kann davon ausgegangen werden, dass der Autokäufer, eventuell auch unter Beteiligung anderer bisher unbekannter Täter, mit der Tötung des Opfers in Verbindung stehe.

Die Todesursache des Tirolers sei ein "Angriff auf den Hals" gewesen, meinte LKA-Leiter Walter Pupp zur APA. Laut derzeitigem Ermittlungsstand dürfte es bereits am Dienstag zu der Tat gekommen sein, möglicherweise in der Wohnung des Opfers. Die genauen Umstände seien aber noch nicht restlos geklärt, so Pupp.

(APA)

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