Quelle: ZAMG

Mutter im Beisein von zwei Kleinkindern sexuell missbraucht

14.02.2017 - 13:59
Tatort war die Donauinsel© APA (Webpic)Tatort war die Donauinsel

Ein schreckliches Martyrium hat eine Mutter, die vor einer Woche mit ihren beiden Kindern auf der Wiener Donauinsel spazieren war, ertragen müssen. Ein Bursche soll über die 31-Jährige hergefallen sein und sie sexuell missbraucht haben, während die Kleinen im Kinderwagen dabei zusehen mussten. Der 17-jährige Verdächtige wurde kurze Zeit später festgenommen, berichtete die Polizei am Dienstag.

Die 31-Jährige war mit ihren Kindern - ein und zwei Jahre alt - auf dem Treppelweg nahe der Donaustadtbrücke in der Donaustadt unterwegs, als der 17-jährige Afghane auf sie zukam, sagte Polizeisprecherin Irina Steirer. Die Frau dachte zunächst, dass der Bursche sie etwas fragen wollte. Doch plötzlich packte er die Mutter im Nackenbereich und drückte sie auf den Boden. Die 31-Jährige versuchte, sich mit aller Kraft zu befreien, was ihr aber nicht gelang.

Der 17-jährige legte sich auf sie und versuchte, sexuelle Handlungen an ihr durchzuführen. Weil sich die 31-Jährige weiterhin wehrte, biss er der Frau in die Nase. Daraufhin biss sie dem Täter ebenfalls in die Nase und versetzte ihm einen Tritt. Der Mann flüchtete.

Die Frau riss dem Mann bei der Rangelei jedoch die Kapuze von seiner Jacke, was zur Ausforschung des Verdächtigen führte. Denn der Polizeihund Anuk konnte die Fährte des Mannes aufnehmen, die Richtung U2-Station Donaustadtbrücke führte. Dort verlor sich seine Spur. Deshalb wertete die Polizei Bilder aus den Überwachungskameras der Station und der U-Bahn aus. Der junge Afghane wurde nur kurze Zeit später in seiner Asylunterkunft in Rudolfsheim-Fünfhaus ausfindig gemacht und festgenommen.

Da die Polizei vermutet, dass der 17-Jährige weitere sexuelle Übergriffe begangen haben könnte, wurde ein Foto veröffentlicht. Die Ermittler bitten um Hinweise an das Landeskriminalamt Wien, Journaldienst, unter der Telefonnummer 01-31310-33800.

(APA)

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