Quelle: ZAMG

Doppelmord und versuchter Mord im Bezirk Gänserndorf

12.02.2017 - 18:07
Entsetzliche Szenen im Bezirk Gänserndorf© APA (Eva Schneider)Entsetzliche Szenen im Bezirk Gänserndorf

Ein 36-jähriger Mann soll am Samstagabend in Deutsch-Wagram (Bezirk Gänserndorf) seinen 55-jährigen Vater und seine 52-jährige Stiefmutter mit einem Küchenmesser getötet haben. Der Mann soll zudem mehrmals auf seine 38-jährige Gattin eingestochen haben, so die Landespolizeidirektion NÖ am Sonntag. Sie wurde notoperiert, ihr Zustand ist einigermaßen stabil. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Der vorbestrafte Mann war mit seiner Frau sowie seinem elfjährigen Sohn im Einfamilienhaus seiner Eltern zu Besuch gewesen. Die Tat ereignete sich gegen 22.15 Uhr. Der mutmaßliche Täter soll zuerst seine Stiefmutter und danach den Vater mit mehreren Stichen getötet haben. Anschließend soll er seiner Gattin mehrere Stiche gegen den Bauch und den Oberkörper versetzt haben.

Der Elfjährige dürfte die Tat zum Teil mitangesehen haben, hieß es von NÖ Polizeisprecher Markus Haindl. Die Frau wurde schwer verletzt ins Allgemeine Krankenhaus Wien eingeliefert. Ihr Zustand ist laut Haindl einigermaßen stabil.

Beim Eintreffen der Beamten kletterte der Mann aus dem Fenster ins Freie. Er hatte laut Polizei noch das Messer in der Hand. Er soll seinen Sohn festgehalten und gedroht haben auf ihn einzustechen. Der Elfjährige konnte sich jedoch aus der Umklammerung des 36-Jährigen befreien und flüchten.

Als ein Polizist einen Schreckschuss abfeuerte, ließ der Tatverdächtige aus dem Bezirk Gänserndorf das Messer fallen und konnte festgenommen werden. "Der Elfjährige wurde nicht verletzt", meinte Haindl. Dieser habe gemeinsam mit dem 14-jährigen Sohn der Stiefmutter die Beamten verständigt. Die beiden Kinder hätten sich zum Tatzeitpunkt in einem anderen Raum aufgehalten, berichtete Haindl. Der 14-Jährige lebte mit der 52-Jährigen und dem 55-Jährigen gemeinsam im Haus.

Das Motiv des verdächtigen Milan A. blieb vorerst unklar. Die Einvernahme war laut Polizeisprecher "nicht zielführend". Dass es schon früher zu Auseinandersetzungen in der Familie gekommen war, sei nicht bekannt. Eine psychische Erkrankung könne jedoch nicht ausgeschlossen werden. Derzeit seien weitere Erhebungen in Gange.

(APA)

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