Quelle: ZAMG

Unwetter in Wien und Niederösterreich

08.06.2011 - 20:44
Wien bekam viel Regen ab© APA (Fohringer)Wien bekam viel Regen ab

Unwetter und Starkregen haben am Mittwochnachmittag und -abend im Nordosten des Landes für teils massive Behinderungen gesorgt. Wiener und niederösterreichische Feuerwehren standen im Dauereinsatz. In der Bundeshauptstadt wurde vorübergehend die Rudolfstiftung für Neuaufnahmen gesperrt, auch eine Hauptschule in Favoriten war den Wassermassen nicht ganz gewachsen.

Nach einem ersten schweren Gewitter am Nachmittag hatte die Wiener Feuerwehr bereits rund 200 Einsätze zu verzeichnen. Dabei ging es in erster Linie um Auspumparbeiten, aber auch um angesichts des Wetters eher skurrile Aufgaben. So jagten die Feuerwehrleute Bienen, die einem Imker entkommen waren. Schwerpunkt des Gewitters am Nachmittag waren die Bezirke Landstraße und Simmering.

Als Folge des Starkregens musste die Wiener Rudolfstiftung vorläufig für neue Patienten gesperrt werden. Im Eingangsbereich sowie in Teilen des Gebäudes sei Wasser eingedrungen, so eine Sprecherin der Krankenanstaltenverbundes (KAV). Im Haus befindliche Patienten würden aber selbstverständlich behandelt. Die Dauer der Sperre war am Abend noch nicht absehbar. Es gehe um Auspump- und Trocknungstätigkeiten.

Bei neuerlichen Niederschlägen am Abend wurden zunächst die Innenbezirke Innere Stadt, Wieden, Mariahilf und erneut die Landstraße am stärksten erwischt. "Wir haben eine Vielzahl an Einsätzen, wir sind gerade am Aufnehmen", sagte ein Feuerwehrsprecher der APA. Betroffen sei das gesamte Stadtgebiet.

In der Favoritner Hauptschule Herzgasse 27 kam es zu einem Wassereinbruch. Nach einer Überprüfung wurde festgestellt, dass der Unterricht auch am Donnerstag zur Gänze in dem Gebäude gewährleistet werden kann.

Auch in Teilen Niederösterreichs gab es zahlreiche Feuerwehreinsätze. Nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos waren die Bezirke Tulln und St. Pölten hauptbetroffen.

Von der ZAMG kamen keine guten Nachrichten: Für den Nordosten des Bundesgebietes wurde bis Donnerstagnachmittag eine Regenwarnung herausgegeben, da weitere Platzregen und Gewitter drohen.

(APA)

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