Quelle: ZAMG

Skeptiker prämieren herausragendsten Unfug

17.05.2011 - 11:35

Die "Skeptiker" vergeben heuer erstmals eine Auszeichnung für den "herausragendsten Unfug des Jahres". Mit dem "Goldenen Brett vorm Kopf" will die Gesellschaft für Kritisches Denken (GKD) jene vor den Vorhang holen, die im vergangenen Jahr mit den absurdesten Argumenten und der hartnäckigsten Kritikresistenz am eindrucksvollsten demonstriert haben, dass sie ein "Brett vor dem Kopf" haben.

Die GKD ist die Wiener Lokalgruppe der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), die wiederum in der internationalen "Skeptikerbewegung" vernetzt ist. Ihre Ziele sind die Aufklärung und Information über Pseudowissenschaft und Scharlatanerie, eine Festigung des skeptisch-naturwissenschaftlichen Weltbildes und die wissenschaftliche Überprüfung parawissenschaftlicher Behauptungen.

Zahlreiche Personen, Firmen und Vereine würden "herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Unbildung und der Gegenaufklärung, des pseudowissenschaftlichen Unfugs, der Verbreitung von modernem Aberglauben und des Marketings von Voodoo-Technik" erbringen, heißt es auf der Homepage des Preises. Als Beispiele nennen die "Skeptiker" übernatürliche Kräfte, geheimnisvolle Fähigkeiten, mysteriöse Heilungszauber, UFO-Entführungen, Astrologie, verquere Verschwörungstheorien und wundertätige Wünschelruten - "keine esoterisch-skurrile Verrücktheit ist so unwissenschaftlich, dass sie nicht doch irgendwo jemand glauben würde".

Bis 27. Mai können Personen und Einrichtungen aus dem deutschsprachigen Raum mit Aktivitäten des Jahres 2010 nominiert werden. Aus allen Einsendungen wählt eine Fachjury bis 30. Mai drei herausragende Kandidaten, der Sieger wird dann am 2. Juni im Rahmen der Jahrestagung der deutschsprachigen Skeptiker im Naturhistorischen Museum in Wien gekürt.

(APA)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech