Quelle: ZAMG

Mysteriöses Lipizzaner-Sterben in Slowenien

17.03.2011 - 10:51
Vier slowenische Lipizzaner starben© APA (Archiv/epa)Vier slowenische Lipizzaner starben

Den slowenischen Lipizzanern bekommt das Dressurreiten offenbar nicht so gut wie ihren berühmten Artgenossen in der Spanischen Hofreitschule. Nach einer Vorführung in der neuen Laibacher Mehrzweckhalle Stozice ist vergangene Woche ein Lipizzaner-Hengst verendet. Drei weitere Pferde mussten eingeschläfert werden, nachdem sie Symptome einer Bauchkolik gezeigt hatten.

Neun Pferde seien wegen der Erkrankung in intensiver Behandlung. Der Direktor des Gestüts im namensgebenden westslowenischen Ort Lipica, Tomi Rumpf, vermutet, dass die Pferde vergiftet wurden.

Das Gestüt in Lipica gilt seit Jahren als Sorgenkind. Es ist tief in den roten Zahlen, und es gab immer wieder Berichte über Unregelmäßigkeiten in der Haltung der Tiere. Seit 2003 gab es zudem schon drei ungewöhnliche Todesfälle unter den Lipizzanern. Der Auftritt in Stozice, für den Tausende Eintrittskarten verkauft worden waren, sollte eigentlich das in der slowenischen Öffentlichkeit ziemlich ramponierte Image des Gestüts Lipica wieder aufpolieren.

Rumpf sagte am Dienstag, dass solche Todesfälle auch in anderen Gestüten weltweit vorkommen, "aber nicht in so kurzem Zeitabstand". Die Erkrankungen seien jeweils nach größeren Vorführungen aufgetreten. Diesmal seien insgesamt zwölf Pferde erkrankt, sagte er. Alle hätten Symptome einer Vergiftung gezeigt. Laut dem Direktor wurde daher schon die Kriminalpolizei eingeschaltet, auch Mitarbeiter seien einvernommen worden. Die Gestütsleitung dementierte zugleich Medienberichte, wonach den Pferden schimmeliges Futter verabreicht worden sei. Das Futter im Gestüt werde strengsten Kontrollen unterzogen, hieß es.

(APA)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech