Rom erlebt die heftigsten Schneefälle seit den 80er Jahren. In der Nacht auf Samstag durchwehte auch ein eisiger Sturm die Ewige Stadt, seit Freitagvormittag schneite es fast ununterbrochen, was die 3,5 Millionen-Metropole ins Chaos stürzte. Das gesamte Verkehrsnetz kam zum Erliegen. Die große Straßenumfahrung GRA musste aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.
Wegen der vereisten Straßen kam es zu mehreren Unfällen. Autofahrer mussten mehrere Stunden lang auf Straßen ausharren, auf denen sich Fahrzeuge quergestellt hatten. Das öffentliche Verkehrssystem brach am Freitagabend zusammen.
Die Fluggesellschaft Alitalia strich am Samstag 40 Flüge vom römischen Airport Fiumicino. Bei der Bahnverbindung zwischen dem römischen Flughafen Fiumicino und dem Stadtzentrum kam es zu Verspätungen. Im gesamten italienischen Flugverkehr kam es wegen der Wetterlage zu Verspätungen. Auch das Bahnnetz wurde von der extremen Wetterlage belastet. Bürgermeister Gianni Alemanno rief die Römer auf, nicht das Auto zu nehmen.
Die Kältewelle, die Italien seit Tagen im Griff hält, hat am Samstag mindestens acht Todesopfer gefordert. Wegen des heftigen Schnees kam es zu Stromausfällen in mehreren Teilen des Landes. Der Bahnverkehr kam auf der Apenninstrecke zwischen Bologna und Florenz zum Erliegen. Mehrere Autobahnstrecken wurden in der Emilia Romagna und der Region Marke wegen des Schnees gesperrt. Eingeschneite Autofahrer mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Schulen bleiben auch am Montag in mehreren Ortschaften der Emilia Romagna geschlossen.
Eine Besserung der Lage ist vorerst nicht in Sicht. Die Wetterexperten rechnen mit weiteren Schneefällen bis Montag. Laut dem Meteorologen Sergio Brivio hatte Italien in den letzten 50 Jahren noch nie einen derart kalten Winter erlebt.
(APA)

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