Schlechtes Wetter hat am Wochenende die Suche nach weiteren Vermissten im Wrack des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" und Arbeiten zum Abpumpen des Treibstoffes behindert. Sonntag früh wurde die Suche nach Angaben des italienischen Zivilschutzes erneut abgebrochen, nachdem sich das Wrack in der Nacht wegen starken Windes und hohen Wellengangs verschoben hatte.
Die vor der italienischen Mittelmeerinsel Giglio havarierte "Costa Concordia" bewegte sich in der Nacht auf Sonntag um etwa 3,5 Zentimeter, wie der Zivilschutz mitteilte. Eine Expertengruppe wollte daraufhin das weitere Vorgehen beraten. Das Wetter soll sich allerdings frühestens am Dienstag bessern.
Bereits am Samstag mussten die Vorbereitungen zum Abpumpen des Treibstoffs der "Costa Concordia" unterbrochen worden. Die Techniker der niederländischen Bergungsfirma Smit und des italienischen Unternehmens Neri stellten ihre Arbeit wegen hohen Wellengangs ein und kehrten in den Hafen der Insel Giglio zurück.
Bisher wurden 17 Tote geborgen. Am Samstag wurden die Leichen einer deutschen Urlauberin und eines peruanischen Besatzungsmitglieds identifiziert, damit konnten bisher 16 der Opfer identifiziert werden. Bei den bisher bekannten Toten handelt es sich um fünf Deutsche, vier Franzosen, drei Italiener, zwei Peruaner, einen Ungarn und einen Spanier.
Eine erste Sammelklage im Namen aller Besatzungsmitglieder und Passagiere wurde ebenfalls am Freitag in den USA eingereicht. Sie richtet sich gegen Carnival und ihre italienische Tochterfirma Costa Crociere. Diese hatte sich mit Vertretern der Urlauber darauf geeinigt, dass jeder Passagier 11.000 Euro Schadenersatz plus 3.000 Euro für die Reisekosten erhalten soll.
(APA/dpa)

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