Quelle: ZAMG

Arbeitslosigkeit in Europa sinkt endlich wieder

03.07.2014 - 08:55
Im Euroraum und der gesamten EU sind die Arbeitslosenzahlen rückläufig. In der EU ist die Arbeitslosenquote im Mai auf 10,3 Prozent gesunken und im Euro-Raum liegt sie bei 11,6 Prozent.
Weniger Arbeitslose in Europa© APA (epa)Weniger Arbeitslose in Europa

Nur langsam zieht die Konjunktur in Europa an. Doch erste positive Signale vernimmt mittlerweile auch der Arbeitsmarkt am alten Kontinent. Zwar liegt die Arbeitslosenquote noch immer weit über dem Vor-Krisen-Niveau, ein leichter Rückgang stimmt aber positiv.

Konkret waren im Mai, laut einer am Dienstag veröffentlichten Schätzung des EU-Statistikamts Eurostat, im Euro-Raum 18,55 Mio Menschen ohne Beschäftigung. Die Zahl der Arbeitslosen ist damit gegenüber dem Vormonat um 28.000 und gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um stolze 636.000 Personen gesunken.

In der gesamten EU ist die Arbeitslosenquote im Mai von 10,4 Prozent im April auf 10,3 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vormonat ging sie damit um 63.000 und gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,36 Millionen Personen auf 25,18 Millionen zurück.

Von einer echten Erholung am Arbeitsmarkt kann angesichts der kleinen Rückgänge damit natürlich noch nicht gesprochen werden. So sieht das auch EU-Arbeitskommissar László Andor, der von einem „milden Aufschwung“ sprach und anmerkte, dass leider noch immer viele Menschen zurückgelassen würden, die keine Beschäftigung fänden. Laut László könne von einer echten Erholung erst dann gesprochen werden, wenn „jeden Monat Hunderttausende von neuen Arbeitsplätzen“ entstehen.

Große Unterschiede innerhalb der EU

Extrem bleiben die innereuropäischen Unterschiede am Arbeitsmarkt. Österreich liegt mit 4,7 Prozent am unteren Ende, auch in Deutschland ist die Arbeitslosenquote mit 5,1 Prozent auf einem akzeptablen Niveau. In den südlichen Krisenstaat sieht die Situation aber nach wie vor anders aus. So suchen in Spanien 25,1 Prozent aktuell einen Job und in Griechenland gar 26,8 Prozent. Frankreich mit 10,1 Prozent und Italien mit 12,6 liegen damit sogar noch besser als der EU-Schnitt.

Rückgang in vielen Staaten

Betrachtet man die vergangenen 12 Monate, so sank die Arbeitslosenquote in 21 Mitgliedstaaten, während sie nur in sechs Staaten stieg. Die deutlichsten Rückgänge verzeichneten dabei Krisenstaaten wie Portugal (von 16,9  auf 14,3 Prozent) und Irland (von 13,9 auf 12,0 Prozent).

Statistisch übertriebene Sorge um Jugend

Hoch bleibt die Jugendarbeitslosenquote in Europa mit 23,3 Prozent im Euroraum 22,2 Prozent in der gesamten EU, sank sie nur jeweils um 0,1 Prozentpunkte. Da in der EU-Statistik aber der Anteil aller arbeitslosen 15- bis 24-Jährigen ausgewiesen wird und damit auch Schüler und Studenten beinhaltet sind, ist die tatsächliche Anzahl jobsuchender Jugendlicher in Europa deutlich geringer.

(relevant Redaktion)

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